"Eine neue Normalität": Reinigungskräfte auf der Covid-Intensivstation

11.02.2021

Seit Beginn der Pandemie erhalten Krankenhäuser berechtigterweise viel Aufmerksamkeit. Neben medizinischem und pflegerischem Personal kämpfen auch andere Berufsgruppen dafür, dass sich das Virus nicht weiter ausbreitet – nicht zuletzt die Reinigungskräfte. Doch wie reinigt man eigentlich ein Zimmer, in dem noch kurz zuvor ein infizierter Patient gelegen hat? Wie hoch ist die Angst, dass man sich selbst ansteckt? Und wie hat Corona den Alltag verändert? Andelka Dumancic und Katarzyna Szczesny, Reinigungskräfte im Klinikum Dortmund, berichten von ihren Erfahrungen.


Wie ist das für Sie, wenn Sie ein infektiöses Zimmer betreten?

 

Dumancic: Am Anfang, also im Frühjahr 2020, ist die Verunsicherung beim Personal groß gewesen. Das war aber mehr die Angst vor dem Namen Corona, der durch die Medien ging. Inzwischen sind alle im Team sehr entspannt. Und für den Fall, dass es sehr viele stationäre Covid-Patienten gibt, existiert für unseren Bereich auch ein übergreifender Plan für beide Klinik-Standorte. Wir waren und sind also gut vorbereitet.

 

Szczesny: Man muss es so sehen: Während andere wegen Covid-19 erschwerte Bedingungen bei der Arbeit haben, befinden wir uns im Klinikum in der glücklichen Position, dass sogar noch neue Kolleginnen und Kollegen eingestellt wurden. Es gab sogar schon sehr früh für die von Covid betroffenen Stationen eine Reinigungskraft mehr pro Schicht. Das war auch gut so, denn die Säuberung stellt ja vor allem einen zeitlichen Mehraufwand dar.

 

Wie reinigt man ein solches Zimmer?

 

Dumancic: Tja, einfach erklärt: Da fangen Sie oben an und hören unten auf. Man zieht Schutzkittel, FFP2-Maske und Handschuhe an und säubert und desinfiziert dann tatsächlich auch Decke und Wände. Jeden kleinsten Bereich wollen wir natürlich erwischen. Das ist aber kein Neuland – es gibt ja auch andere hoch infektiöse Krankheiten, bei denen wir die Patientenzimmer nach Entlassung putzen müssen. Wir sind also, wenn man so will, schon jahrelang Profis in diesem Bereich.

 

Hat sich Ihr Arbeitsalltag seit Beginn der Pandemie dann überhaupt stark verändert?

 

Szczesny: Man ist jetzt noch aufmerksamer als vorher, fragt sich, ob man noch mehr desinfizieren könnte – natürlich Quatsch, aber man will seinen Job eben doppelt so gut machen.

 

Dumancic: Klar hat sich einiges verändert, der Ablauf war ja auf einmal ein ganz anderer. Aber natürlich nimmt man die neue Herausforderung an. Und ganz ehrlich: Irgendwann normalisiert sich das alles. Und dann gibt es eben eine neue Normalität.

 

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