Weniger als zehn bundesweit: Zentrum für Endokrinologie rezertifiziert

18.03.2022

Hohe Qualität, besondere Fachkenntnis und langjährige Erfahrung: Das Zentrum für Endokrinologie, Diabetologie und Rheumatologie im Klinikum Dortmund und im Hansakontor wurde von der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) erneut zertifiziert und gehört damit zu den weniger als zehn Häusern in ganz Deutschland, die sich über die Auszeichnung „Hormon- und Stoffwechselzentrum DGE“ freuen dürfen. „Diabetes, Bluthochdruck, Osteoporose oder Schilddrüsenfunktionsstörungen sind nur ein paar Erkrankungen in diesem Bereich, die Millionen von Menschen betreffen“, sagt Dr. Frank Demtröder, Leiter des zertifizierten Zentrums. „Die Auswirkungen dieser Erkrankungen auf den Körper sind mitunter sehr komplex. Deswegen ist es sehr wichtig, dass die Betroffenen in einer dafür spezialisierten Einrichtung behandelt werden.“ Um Patient:innen und zuweisenden Ärzt:innen Hilfe auf der Suche nach einem solchen Zentrum zu geben, hat die DGE die Zertifizierung ins Leben gerufen.


Unter anderem durch die alternde Bevölkerung treten Hormon- und Stoffwechselerkrankungen immer häufiger auf, sind in vielen Fällen aber nicht leicht zu diagnostizieren. Ein klassisches Beispiel sei eine Patientin, die sich immer wieder Knochenbrüche zuzog, obwohl sie sich nur leicht gestoßen habe. Die Ursache: eine Überfunktion der Nebenschilddrüse, die operativ geheilt werden konnte. „Das zeigt, wie wichtig es ist, dass die Patienten gerade in solchen Fällen von erfahrenen Medizinern beraten werden. So können die Erkrankungen früh erkannt und bestmöglich behandelt werden“, erklärt Dr. Demtröder. Vor 25 Jahren hat er den Schwerpunkt Endokrinologie im Klinikum begründet, der sich mittlerweile zu einem Zentrum mit sowohl einer ambulanten Patientenversorgung (in der Praxis im Hansakontor in überörtlicher Berufsausübungsgemeinschaft mit dem MVZ Dr. Eberhard & Partner) als auch einer stationären (im Klinikum) entwickelt hat.

 

„Gerade, weil sich Hormone auf alle Prozesse des menschlichen Körpers auswirken können, ist ein interdisziplinäres Behandlungsteam von großer Bedeutung“, so Dr. Demtröder. „Hier im Haus können wir uns in regelmäßigen Konferenzen mit endokrinen Chirurgen, Nuklearmedizinern und allen weiteren notwendigen Experten besprechen.“ Dabei steht auch die Weiterbildung des ärztlichen Nachwuchses sowie von nichtärztlichen Mitarbeiter:innen zu Diabetesberater:innen und Endokrinologie- oder Osteologie-Assistent:innen, die den Betroffenen zur Seite stehen, stark im Fokus. „Uns ist es ein Anliegen, den Patienten zu zeigen, dass sie trotz einer chronischen Erkrankung ein selbstbestimmtes Leben führen können“, erklärt der Mediziner. Deswegen pflegt das Team engen Kontakt zu Selbsthilfegruppen. Dr. Demtröder, der selbst betroffen ist, unterstützt seit über 40 Jahren die Deutsche Rheumaliga, seit 35 Jahren die Deutsche Diabetes-Hilfe und seit 25 Jahren eine von ihm in Dortmund gegründete Selbsthilfegruppe für Patient:innen mit Hypophysen- und Nebennierenerkrankungen.

 

In der Zertifizierung wurden all diese Faktoren – von den personellen und räumlichen Strukturen über die diagnostischen und therapeutischen Abläufe bis zu den Behandlungsergebnissen der Einrichtungen – miteinbezogen und von der Akademie für Fort- und Weiterbildung der DGE analysiert. In Deutschland wurde die Auszeichnung bislang nur an weniger als zehn Behandlungseinrichtungen verliehen, im Bereich der Ärztekammer Westfalen-Lippe ist das Dortmunder Zentrum als einziges zertifiziert. „Wir freuen uns sehr, so von unabhängiger Seite unsere Qualität bestätigt zu bekommen“, so Dr. Demtröder. Bereits 2011 hat das Zentrum für Endokrinologie, Diabetologie und Rheumatologie die Auszeichnung erhalten und wurde nun erneut zertifiziert.

 

Klinikum Dortmund, Unternehmenskommunikation
Marc Raschke (verantwortlich)
Beurhausstraße 40
44137 Dortmund

Telefon +49 (0)231 953 21200
Mobil +49 (0)174 16 65 987
Fax +49 (0)231 953 98 21270
marc.raschke(at)klinikumdo.de

https://www.klinikumdo.de
http://www.facebook.com/klinikumdo
https://twitter.com/klinikumdo