Allgemeine Fragen

Neben der Vollblutspende können Sie bei uns auch eine Plasma- und Thrombozytenspende durchführen lassen.

Laut Gesetz zur Regelung des Transfusionswesens (Transfusionsgesetzt - TFG) soll es für die Spendeentnahme kein Geld geben. Die BlutspendeDO gewährt aber allen Personen eine Aufwandsentschädigung, die sich an dem unmittelbaren Aufwand je nach Spendeart orientiert:

  • Vollblutspende: 25 Euro
  • Plasmaspende: 25 Euro
  • Thrombozytenspende: 50 Euro

Wichtig für eine komplikationslose Blutspende ist, dass Sie zwei Stunden vorher ausreichend gegessen, über den Tag verteilt mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser getrunken haben und sich in guter körperlicher Verfassung befinden. In den vorangehenden 24 Stunden sollten Sie größere Alkoholmengen und fettreiche Kost meiden.

Hinweis: Bei der dritten Spende erhalten Sie einen Spenderausweis, in den Ihre Blutgruppe, jede geleistete Spende sowie der nächste Spendetermin eingetragen werden. Diesen müssen sie dann ebenfalls bei zukünftigen Spenden mitbringen.

Fragen zur Vollblutspende

Die Vollblutspende ist die häufigste Spendeart, bei der ein halber Liter Blut über die Armvene in ein Beutelsystem entnommen wird. Anschließend wird das Blut in die verschiedenen Blutkomponenten aufgeteilt. Damit kann eine einzige Spende gleich mehreren Menschen helfen, weil der/die Empfänger:in nur die Bestandteile des Blutes erhält, die er oder sie wirklich benötigt.

Der Vorgang an sich dauert etwa 10 Minuten. Einschließlich der Voruntersuchung und Ruhephase sollte man allerdings eine knappe Stunde pro Termin einplanen.

Um den Blutverlust wieder auszugleichen, muss ein zeitlicher Abstand zwischen den Spenden eingehalten werden. Dieser unterscheidet sich bei Frauen und Männern: Frauen können alle drei Monate, Männer alle zwei Monate spenden.

Nach Ihrer Spende wird Ihr Blut auf übertragbare Infektionskrankheiten getestet, wie zum Beispiel Hepatitis A-E. Auch wird es auf HIV und das West-Nil-Virus untersucht. Die Ergebnisse dieser Tests erhalten Sie nicht, aber wir kontaktieren Sie, wenn wir einen Befund feststellen sollten.

Bei einer Vollblutspende werden 500ml Blut entnommen.

Die gespendeten 500 ml Blut sind schnell wieder vom Körper ausgeglichen. Sowohl das Blutplasma, als auch die Blutplättchen und die weißen Blutkörperchen werden innerhalb von wenigen Tagen wieder neugebildet. Alleinig die Neubildung der roten Blutkörperchen dauert ein paar Monate. Aus diesem Grund dürfen Frauen nur alle drei und Männer alle zwei Monate spenden gehen.

Fragen zur Plasmaspende

Der flüssige Bestandteil unseres Blutes ist das Blutplasma. Das besteht zu 90% aus Wasser. Die restlichen 10% machen die darin gelöste Substanzen, wie zum Beispiel Vitamine, Mineralstoffe und Hormone, aus. Die Aufgabe von Blutplasma besteht unter anderem darin, Stoffwechselprodukte zu transportieren. Die im Plasma enthaltenen Eiweiße sorgen dafür, dass unser Blutdruck stabil bleibt.

Bei der Plasmaspende wird der spendenden Person Blut entnommen, welches in einem speziellen Plasmapherese-Gerät noch während der Spende in die einzelnen Bestandteile aufgetrennt wird. Rote und weiße Blutkörperchen sowie Blutplättchen erhält der/die Spender:in dann direkt wieder zurück, wir behalten also nur das Blutplasma.

Blutplasma kann frühestens zwei Wochen nach der Vollblutspende gespendet werden. Ob Sie für diese Spendeart in Frage kommen, kann bei der ärztlichen Untersuchung in der BlutspendeDO festgestellt werden.

Dieser Spendevorgang dauert etwas länger als die Vollblutspende, nämlich ungefähr 30 bis 45 Minuten.

Es wird bis zu 750ml Plasma bei einer Spende entnommen.

Zwischen zwei Plasmaspenden müssen mindestens 7 Tage liegen.

Fragen zur Thrombozytenspende

Thrombozyten, also Blutplättchen, sind für die Blutgerinnung und Immunabwehr des menschlichen Körpers unabdingbar. Ohne sie ließen sich lebensbedrohliche, insbesondere innere Blutungen nicht stillen.

Viele Patienten mit Leukämie oder anderen Krebs-Erkrankungen können Thrombozyten nicht nachbilden und sind aus dem Grund auf die Übertragung von fremden Blutplättchen angewiesen. Dasselbe gilt für Patient:innen mit Transplantationen oder großen Blutverlust wie etwa während Operationen oder bei Unfällen.

Bei einer Thrombozytenspende können fünf- bis sechsmal mehr Blutplättchen gewonnen werden als bei einer Vollblutspende. Ähnlich wie bei der Plasmaspende filtert ein Zellseperator nur die Thrombozyten aus dem Blut des Spenders. Die restlichen Blutbestandteile erhält der Spender sofort wieder zurück.

Da das Thrombozytenkonzentrat nur vier Tage haltbar ist, wird die Thrombozytenspende meistens nur sehr kurzfristig durchgeführt.

Unter idealen Bedingungen ist eine Thrombozytenspende bis zu 26 Mal pro Jahr, d.h. ca. alle 14 Tage, möglich.

Je nach Plättchenzahl im Spenderblut dauert die Thrombozytenspende zwischen 60 und 90 Minuten.

Man muss mindestens zweimal Vollblut in der BlutspendeDO gespendet haben. Bei der ärztlichen Untersuchung entscheidet sich dann, ob Sie als Plasma- bzw. Thrombozytenspender:in in Frage kommen.

Fragen zur Eigenblutspende

Bei Ihnen steht in Kürze eine Operation an, bei der ein größerer Blutverlust zu erwarten ist? Um während des Eingriffs nicht auf fremde Blutkonserven angewiesen zu sein, können Sie in der BlutspendeDO unter bestimmten Voraussetzungen vorab ihr eigenes Blut spenden. Nähere Informationen dazu erhalten Sie bei der BlutspendeDO unter Tel.: +49 231 953 19999 oder vor Ort innerhalb der Spendezeiten.