Untersuchung und Aufbereitung

Nach der Blutspende wird das Blut im Labor untersucht und für die weitere Verwendung aufbereitet. Die Blutgruppe wird bestimmt und die vorgeschriebenen Laboruntersuchungen auf übertragbare Infektionskrankheiten durchgeführt (unter anderem HIV, Hepatitis und das West-Nil-Virus). 

Gleichzeitig beginnt die Verarbeitung der Blutspende. Dazu wird das Blut zentrifugiert: Durch die schnelle Drehbewegung trennen sich die Blutbestandteile aufgrund ihrer unterschiedlichen Dichte voneinander. Anschließend werden sie in einem kontrollierten Verfahren in separate Beutel überführt. Dabei entstehen verschiedene Blutpräparate, die gezielt für die medizinische Versorgung eingesetzt werden können: rote Blutkörperchen, Blutplättchen und Blutplasma.

Bevor die Präparate für eine Transfusion freigegeben werden, müssen die erforderlichen Untersuchungen abgeschlossen und die Qualitätsanforderungen erfüllt sein.

Unterschiedliche Bestandteile, unterschiedliche Haltbarkeit

Damit die Blutbestandteile ihre Funktion behalten, müssen sie unter jeweils geeigneten Bedingungen gelagert werden. Ihre Haltbarkeit unterscheidet sich deutlich.

  • Rote Blutkörperchen (Erythrozyten) werden gekühlt gelagert und sind je nach Präparat bis zu 42 Tage haltbar.
  • Blutplättchen (Thrombozyten) sind besonders empfindlich. Sie werden bei Raumtemperatur unter ständiger Bewegung aufbewahrt und sind in der Regel nur vier Tage haltbar.
  • Blutplasma wird tiefgefroren gelagert und kann je nach Präparat bis zu zwei Jahre haltbar sein.

Gerade die kurze Haltbarkeit der Blutplättchen macht deutlich, warum regelmäßige Blutspenden so wichtig sind. Blutpräparate lassen sich nicht unbegrenzt auf Vorrat halten.

Vom Labor in die medizinische Versorgung

Nach der Aufbereitung und Freigabe werden die Blutpräparate gezielt für die medizinische Versorgung bereitgestellt. Am Klinikum Dortmund kommen sie direkt unseren Patientinnen und Patienten zugute. Darüber hinaus versorgt unsere BlutspendeDO auch weitere Krankenhäuser in der Region.

Neben der direkten Transfusion gibt es weitere Verwendungsmöglichkeiten. Blutplasma dient beispielsweise als Ausgangsstoff für die Herstellung lebenswichtiger Arzneimittel. Auch Blutproben und Blutbestandteile können unter den entsprechenden Voraussetzungen für wissenschaftliche Untersuchungen genutzt werden, um Krankheiten besser zu verstehen und neue Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln.